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Chefin setzt auf Bürgernähe

WEISSENFELS/MZ. Auf 40 Seiten zusammengefasst liegt es nun für die nächsten zehn Jahre vor - das Unternehmenskonzept 2011 bis 2021 der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW). Kathleen Schechowiak, seit April dieses Jahres Geschäftsführerin des größten Wohnungsunternehmens der Stadt und deren hundertprozentige Tochter, hat es Donnerstagabend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Stadtrates vorgestellt und danach im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung auf "knallharte Prämissen" verwiesen. Ohne Fremdkapital, das heißt ohne Finanzierung durch Banken, und damit ohne hohen Zins und ebensolcher Tilgungsleistungen soll das Papier umgesetzt werden. Die drei Schwerpunkte liegen laut WVW-Chefin auf Abriss beziehungsweise Teilabriss, auf Verkauf und auf Sanierung von Wohnungen.

Noch in diesem Jahr, wenn das Wetter mitspielt, soll es am 1. November mit Abrissmaßnahmen im Weißenfelser Südring losgehen. Kathleen Schechowiak verwies auf 87 Einraumwohnungen. "Hier haben wir 45 Prozent Leerstand zu verzeichnen", berichtete die Wohnungswirtschafterin. Alle Mieter seien sehr ausführlich über die Situation informiert worden, um sie auf einen möglichen Wohnungswechsel in der Südstadt vorzubereiten - zunächst während einer Versammlung, dann in Einzelgesprächen.

"Es gab Tränen, die Emotionen waren extrem", erinnerte sich die 40-jährige Chefin. Und sie habe jede Menge Verständnis dafür. "Abriss ist für die Mieter ein Problem. Deshalb lege ich viel Wert auf persönliche Kontakte", versicherte die erste Frau im Unternehmen. An so manche Tür habe sie geklopft, einer betagten Mieterin, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden war, einen Strauß Blumen überreicht. Und mittlerweile würden sich fast alle auf ihre neuen vier Wände in Süd freuen, die momentan hergerichtet werden. Das betrifft sowohl Fachschüler des Medizinischen Bildungszentrums (MBZ) als auch Rentner, die sich momentan mitten im Umzug befinden. Die älteste Mieterin ist etwa 90 Jahre alt.

"Den Standard der 1980er Jahre, in denen die Wohnungen gebaut wurden, können die Bewohner getrost vergessen", sagte Schechowiak. Denn als Dank der WVW gibt es unter anderem neue Teppichböden und neue Fliesen, bei Bedarf auch gemusterte Tapeten nennt sie Beispiele. "Die Einwohner honorieren das Erfüllen ihrer Sonderwünsche und halten uns die Treue", zeigte sich die Betriebswirtin erleichtert. Für die Umzüge investiere die WVW 25 000 Euro. Zudem erhalte jeder Mieter 150 Euro, zum Beispiel für Telefonanschluss-Ummeldungen und die Änderung der Wohnanschrift beim Einwohnermeldeamt. "Wir haben bei diesem Vorhaben in Süd bis jetzt nur einen einzigen Mieter verloren", sagte die aus dem Harz stammende Geschäftsführerin. Das Thema Abriss / Teilabriss spiele in den nächsten Jahren auch im Plattenbaugebiet Kugelberg eine Rolle im Zuge des Stadtumbaues. Während in Süd vier Gebäude betroffen seien, handele es sich auf dem Kugelberg um zwei Häuser. Erste Mieterumfragen in der Hardenbergstraße hätten ergeben, dass von 40 Familien 39 den Teilabriss wollen. Das beziehe sich auf die obersten Etagen, in denen keiner mehr wohnen wolle. "Wir werden dafür auch keine Fahrstühle einbauen, weil das zusätzliche hohe Kosten verursachen würde", sagte Kathleen Schechowiak.

Über das Ergebnis der Umfrage mit dem klaren Mietervotum für Teilabriss habe die Geschäftsführerin gestaunt. Denn schließlich werde die Maßnahme ohne Schmutz- und Lärmbelästigung nicht gehen.

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