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Es brennt auf der Kunstinsel

WEISSENFELS/MZ - Christina Simon wirkt angespannt. Die Vorsitzende des Weißenfelser Kunstvereins Brandsanierung fühlt sich hin- und hergerissen. Denn bei jeder Ausstellung, die sie vorbereitet, hat sie die Geldsorgen des Vereins im Hinterkopf. Einerseits erhält die Brandsanierung jedes Jahr projektgebunden finanzielle Unterstützung für Ausstellungen, literarische Veranstaltungen und Gespräche über zeitgenössische Kunst. "Die Stadt Weißenfels und der Burgenlandkreis sowie Sponsoren aus dem Mittelstand sind da regelmäßig mit im Boot", anerkennt die Vereinschefin. Als Beispiel nennt sie die Sparkasse und die Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH (WVW). Letztgenanntes Unternehmen sponsert dem Verein zudem die Mietkosten für Räume im sanierten Gründerzeit-Denkmal in der Novalisstraße 13.

kunstinselbrandDoch der Schwerpunkt liegt eben seit Jahren auf kontinuierlicher Projektförderung. "Was wir aber außerdem dringend brauchen, ist eine institutionelle Förderung", macht Simon das eigentliche Problem deutlich, das dem Verein zunehmend zu schaffen macht. "Die Betriebskosten vom Vorjahr mit stattlichen 5 000 Euro haben unsere Rücklagen aufgefressen", sagt die Vorsitzende. "Das können wir in Zukunft nicht stemmen", fügt die 49-jährige Pädagogin und Künstlerin wehmütig hinzu. Die Weißenfelserin baut auf die Hilfe seitens der Stadt. Sollte sich keine Lösung finden, drohe der Kulturinsel in der Neustadt das Aus. Doch daran wolle sie gar nicht denken. Denn laut Oberbürgermeister (OB) Robby Risch (parteilos), mit dem sie kürzlich während einer Ausstellungseröffnung in der Partnerstadt Kornwestheim im Gespräch war, soll nach Alternativen gesucht werden. Risch bestätigt das auf MZ-Nachfrage. "Einer institutionellen Förderung, wie sie der Verein beantragt hat, werden wir nicht zustimmen, das gibt unser Haushalt nicht her", erklärt der Verwaltungschef. Allerdings suche die Stadt nach anderen Wegen. Was die Betriebskosten angehe, wolle sie Gespräche mit Unternehmen führen. "Wir werden den Verein nicht hängen lassen, dafür schätzen wir sein Engagement und auch die Leistungen seiner Vorsitzenden viel zu sehr", betont der OB.

Kulturamtsleiter Robert Brückner äußert sich ähnlich und spricht von einem Alleinstellungsmerkmal, das die Brandsanierung nicht nur in Weißenfels und im Burgenlandkreis, sondern auch im Raum Sachsen-Anhalt Süd kennzeichne. "Zeitgenössische Kunst wird facettenreich und spannend angeboten", würdigt Brückner die ehrenamtliche Arbeit. Er selbst freue sich, dass die Schau in Kornwestheim mit Linolschnitten von Christina Simon zum Jahresende auch im Weißenfelser Museum gezeigt werden soll. Der OB hatte diese Idee. "Wir bereiten das Projekt gerade gemeinsam vor", kündigt Brückner an.

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