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Legionellenalarm in zwei Wohnblocks

VON BIRGER ZENTNER

WEISSENFELS/MZ - Nur waschen am Waschbecken ist für etwa 100 Mieter in zwei Weißenfelser Wohnblocks schon seit dem 10. September angesagt. In den Wohnblocks Otto-Schlag-Straße 34 am Kugelberg und im Südring 105 bis 108 sind bei Überprüfungen der Warmwasserbereitungsanlagen Legionellen entdeckt worden. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels (WVW) Kathleen Schechowiak am Freitag auf Nachfrage der MZ. „Wir haben ein Duschverbot erlassen“, sagte sie. Außerdem seien mittlerweile Anlage und Leitungen mit mehr als 70 Grad heißem Wasser gespült worden, um die gefährlichen Keime unschädlich zu machen. „Jetzt warten wir auf das Ergebnis der nächsten Probe“, so Schechowiak. Sie gehe davon aus, dass das bis Mitte nächster Woche vorliegt und dann der Legionellenalarm aufgehoben werden kann.

24532968 22156914Dann wird auch die Mutter von Denise Schmidt aufatmen. Denn momentan fährt die Frau aus dem Südring regelmäßig zur Tochter nach Weißenfels-West, um dort zu duschen. Das erzählte die junge Frau, die mit Sohn Louis in der Wohnung war, während die Mutter Besorgungen machte.

„Dass jetzt zunehmend Legionellen gefunden werden“, verwundert mich nicht, sagte der Amtsarzt des Burgenlandkreises Frank Fernau. Seit der Novellierung der Trinkwasserverordnung sind Betreiber von großen Warmwasseraufbereitungsanlagen verpflichtet, diese auf die Keime kontrollieren zu lassen. „Das muss bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen sein“, so Fernau. Insofern kann es durchaus sein, das weitere Keimherde entdeckt werden. Geschehen ist das im September übrigens auch in der Nietzschestraße in Naumburg. Weitere Fälle sind laut Fernau bislang nicht bekannt geworden. Es habe auch im Zusammenhang mit den Entdeckungen keine Krankheitsfälle gegeben. Dokumentiert sei unabhängig davon in diesem Jahr ein Fall von Legionärskrankheit im Kreis, so Fernau.

Durch sogenannte thermische Desinfektion können die Keime bekämpft werden. Das heißt laut Fernau, dass die Leitungen mit deutlich heißerem Wasser als sonst gespült werden. Duschverbote zur Vorbeugung spreche man deswegen aus, weil die Keime beim Duschen eingeatmet werden und die Krankheit, die eine schwere Lungenentzündung sei, auslösen können. Vor allem ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem seien besonders gefährdet. Im Kaltwasser kommen dagegen die Legionellen nicht vor, deshalb gebe es auch keine Warnung vor dem Genuss von kaltem Trinkwasser, erklärte Fernau.

In den beiden Weißenfelser Fällen sind die Stadtwerke wie auch an anderen Stellen Betreiber der Warmwasseranlagen. Wie viele Anlagen bisher überprüft wurden oder noch getestet werden müssen, war am Freitag nicht zu erfahren. Bei den Stadtwerken war am Vormittag niemand für einen Kommentar zu erreichen.

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