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Tönnies reagiert mit Sögeler Weg

Bedingungen an einzelnen Werkstandorten sind sehr verschieden.

WEISSENFELS/MZ/HR - Mit dem Sögeler Weg hat der Tönnies-Konzern auf die Anprangerung schlechter Lebens- und Arbeitsbedingungen von Werkvertragsmitarbeitern reagiert. Geboren wurde er 2012 im emsländischen Sögel, wo bei Tönnies 800 Werkvertragsarbeiter tätig sind. Er ist der Versuch, mit Werkvertragspartnern und Kommune neue Standards für die Fleischbranche einzuführen. Die sehen unter anderem einen einheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro vor.

Weiterhin wird der Anspruch der Arbeiter auf mindestens zehn Quadratmeter Wohnraum zur eigenen Nutzung festgelegt. Ein eigens eingesetzter "Zertifizierer" der Gemeinde wacht über die Einhaltung der Bedingungen, zu denen in Sögel auch Mietpreisgrenzen für die Vertragsarbeiter gehören. Der Sögeler Betrieb zahlt pro Werkvertragsarbeiter monatlich fünf Euro an die Gemeinde Sögel. Diese beschäftigt von diesem Geld einen mehrsprachigen Sozialarbeiter für die ausländischen Werkvertragsarbeiter.

In Weißenfels übernehmen die meisten Werkvertragsfirmen die Mietkosten für ihre Beschäftigten. Hier herrscht zudem kein Mietwucher und die Werkvertragsarbeiter sind zu gleichen Mietbedingungen untergebracht wie andere Mieter. Es gibt von Menge und Qualität her hier ausreichend Wohnungen, so dass 14 Quadratmeter Wohnraum pro Person bei Schlafplätzen von mindestens sechs Quadratmetern und einer Belegung von gewöhnlich bis zu sechs Personen pro Wohnung gegeben sind.

Das bestätigt Kathleen Schechowiak, Chefin der Weißenfelser Wohnungsverwaltung, die allein 90 Wohnungen an Tönnies-Werkvertragsfirmen vermietet hat, darunter Einraum- bis Vierraumwohnungen verteilt über die gesamte Stadt. Sowohl das Fleischwerk selbst wie auch Betreuer der Vertragspartner bemühen sich um Vermittlung bei nachbarschaftlichen Problemen.

Kommentar: Ein nächster Schritt

Die Welt für die Werkvertragsarbeiter aus Polen, Ungarn und Rumänien erscheint auf den ersten Blick in Weißenfels unproblematisch. Spannungen mit der Nachbarschaft sind auch sonst in Mietshäusern zu finden. Oder sprechen gerade diese von den Defiziten? Denn nach der Arbeit sitzen die Männer oft nur in ihren Wohnungen beieinander, laden sich mal Arbeitskollegen ein, kochen sich etwas, trinken und quatschen.

Was anders können sie tun? Abgesehen davon, dass sich mancher damit durchaus zufrieden gibt, sie sehen auch keine anderen Möglichkeiten. Im Sommer, ja da hat es mal ein "internationales Fußballturnier" gegeben. Fußball reizt die Männer immer, Sportangebote auch, soweit sie das Finanzbudget wenig belasten. Deutschunterricht fände ebenso einige Anhänger.

Es sollte nicht dabei bleiben, dass die Menschen in Weißenfels nur arbeiten und wohnen, es gehört mehr zum Leben. Das müssten die Werkvertragspartner berücksichtigen und gemeinsam mit der Stadt ihren Beschäftigten Wege ins Weißenfelser Leben eröffnen, zum Beispiel auch zu Vereinen und zur Volkshochschule.

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