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Kunden bleiben im Dunkeln

Von Klaus-Dieter Kunick

Im Parkhaus Weißenfels ist die unterste Ebene am Tag nicht hell genug. Abends wir das Licht angeschaltet, aber für viele Parkhausbesucher ist das zu wenig, weil auch am Tag das Licht in der untersten Etage nicht ausreicht.

WEISSENFELS/MZ - Etliche Kunden sind mit der Verfahrensweise im Parkhaus in Weißenfels am Georgenberg nicht einverstanden. „Warum machen die hier kein Licht an? Es ist einfach zu dunkel“, schimpft beispielsweise eine ältere Frau, die mit ihrer Tochter und dem Enkel ihr Auto gegen 9 Uhr an einem Freitagmorgen dort abstellt. Für die Seniorin gehe das gar nicht, schließlich habe sie eine Gebühr für ihr Auto entrichtet. „Wenn es hier so dunkel ist, möchte ich als Frau nicht allein sein“, fügt die 62-Jährige ärgerlich hinzu.

26425450 25461636Keinerlei Probleme mit den Lichtverhältnissen

Gängige Praxis ist, dass abends das Licht eingeschaltet wird, wer tagsüber sein Fahrzeug einparkt, muss zum Teil einen dusteren Zustand hinnehmen. Aber: Das betrifft lediglich die Dauerparker auf der untersten Ebene. Alle anderen, die weiter oben ihr Auto abstellen, bei denen dürfte es hell sein.

Als sich die MZ vor Ort mit Kathleen Schechowiak, der Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels (WVW), und mit dem Leiter Objekt- und Fremdverwaltung Thomas Cramer vor Ort trifft, räumt Kathleen Schechowiak ein: „Ja, hier könnte es heller sein“ und bezieht das auf die unterste Etage. Sie bestätigt, dass es auf den oberen Etagen keinerlei Probleme mit den Lichtverhältnissen gebe. Und auch von den Kunden sei noch niemand an die Geschäftsleitung diesbezüglich herangetreten. An trüben Tagen gehe zudem das Licht an, ergänzt Cramer. Die Geschäftsführerin wolle nun ein Elektrounternehmen beauftragen, das prüft, wie viel Strom verbraucht wird, wenn das Licht in der unterste Ebene den ganzen Tag brennt. Zusätzlich soll eine Umfrage unter den Nutzern gestartet werden, damit den Kunden, die nicht zufrieden sind, ein anderer Stellplatz angeboten wird. Notfalls müsse man die Kosten erhöhen. „Wir lassen das durchrechnen, bevor wir die Pacht erhöhen“, so Kathleen Schechowiak.

„Damit bin ich ganz und gar nicht einverstanden“

Viele Kunden sind ob dieser Vorgehensweise skeptisch. Das ergab zumindest die nicht repräsentative Umfrage der MZ. Es zeigt sich, dass diejenigen, die weiter oben parken, zufrieden sind. Doch einige Dauerparker aus der untersten Ebene kritisieren, wie das die WVW regeln will. „Damit bin ich ganz und gar nicht einverstanden“, sagt eine Frau, die in der Nähe arbeitet. Innerhalb von fünf Jahren habe sich der Monatspreis von 15 auf 30 Euro erhöht. Die Schmerzgrenze sei erreicht. Einige ihrer Arbeitskolleginnen hätten bereits das Handtuch geworfen. Sie sprach von einer Unverschämtheit der WVW. Dass es zu dunkel ist, bestätigt Sandy Wegnershausen aus Zeitz.

Die 32-Jährige wünscht sich mehr Licht. Aber nicht auf Kosten der Kundschaft. Zufrieden mit ihrem Parkplatz zeigt sich Regina Radfelder aus Droyßig, die „oben“ parkt. In der untersten Ebene hätte sie ein „bisschen Bammel“. Und auch Christine Porzig sagt: „Es muss mehr Licht her.“ Neulich habe es ein Batterieproblem an ihrem Pkw gegeben, doch es sei so dunkel gewesen, dass sie sich erst mal nach einer Lichtquelle umschauen musste. Als Frau sei es ihr in der Dunkelheit unangenehm.

"Das geht überhaupt nicht"

Den Frauen steht der ADAC in München bei: „Kunden in einem Parkhaus im Dunkeln stehen zu lassen, das geht überhaupt nicht“, erklärt Pressesprecher Andreas Hözel. „Ob die Kunden sich beschweren oder nicht, die Frage steht doch gar nicht“, sagt Gerhard Trost-Heutmekers. „Das muss man einfach großzügiger sehen“, ergänzt der Geschäftsführer vom Bundesverband Parken in Köln. Es gebe eine eindeutige Garagenverordnung vom 14. September 2006, die besage, dass bei mittleren und großen Parkhäusern laut Paragraf 15 und 19 „eine elektrische Beleuchtung da zu sein hat“. In der Betriebsvorschrift stehe, dass entweder genügend Tageslicht vorherrschen müsse oder eine Beleuchtungsstärke von mindestens 20 Lux.

Er stelle die Frage, wenn man schon Geld sparen wolle, warum wird das Parkhaus nicht mit Bewegungsmeldern ausgestattet? Das würde einen zu hohen technischen Aufwand bedeuten, der nicht bezahlbar sei, erklärt Objektverwalter Thomas Cramer. „Das Ganze sollte messtechnisch abgeklärt werden“, so der Rat von Reinhard Räbel, leitender Direktor im Landesamt für Gewerbeaufsicht für Verbraucherschutz in Dessau. Sollte das subjektive Gefühl der Kunden trotz Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte weiter bestehen, sollte der Betreiber für das Wohlbefinden seiner Kunden Geld in die Hand nehmen.

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