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Balkone gesperrt: BAUPFUSCH

Mieter im betreuten Wohnen sind sauer. In der Pfarrer-Schneider-Straße 8 und 10 in Weißenfels müssen alle 43 Anbauten komplett erneuert werden.

WEISSENFELS/MZ - Rosa Lutz und Ruth Maasch aus Weißenfels sind stinksauer. Die beiden betagten Seniorinnen wohnen in der Pfarrer-Schneider-Straße 10 und können ihre Balkone nicht nutzen. Und das nicht erst seit gestern oder vorgestern, sondern seit fast zwei Jahren schon, wie die MZ erst jetzt erfuhr. Als Grund der kompletten Sperrung von allen 43 Balkonen der Anlage mit den Hausnummern 8 und 10 für betreutes Wohnen durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gibt die Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) als Vermieter Baupfusch an. Nach nur 15 Jahren müssen die Balkone aller Wohnungen nicht saniert, sondern abgebaut, entsorgt und vollkommen neu aufgebaut werden, erläutert WVW-Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak. Aus Sicherheitsgründen musste die Sperrung vorgenommen werden, nachdem Bewohner bereits im Jahr 2012 auf massive Rostschäden in den Bodenblechen aufmerksam gemacht hatten und ein Gutachten zudem fehlerhafte Fundamente festgestellt hatte, erklärt die Chefin weiter. Baufirmen, die vor mehr als 15 Jahren die aus dem Jahr 1958 stammenden Gebäude zu einer Anlage für betreutes Wohnen umgestaltet hatten, existieren mittlerweile nicht mehr. Damit sei die Hoffnung auf Schadenersatz aussichtslos.

"Alles gut und schön, aber dass man uns so lange hinhält, ist eine Schweinerei", beklagt Rosa Lutz. Die 83-Jahrige ist ebenso wie die 77-jährige Ruth Maasch auf den Balkon angewiesen. "Ich komme wenig raus, weil die Beine nicht mehr so wollen. Deshalb hätte ich die ersten Sonnenstrahlen der letzten Märztage gerne ganz bequem auf meinem Balkon genossen, was aber nicht möglich war“, sagt Rosa Lutz resigniert und ihre Nachbarin pflichtet ihr verärgert bei. Die Mietminderung der WVW empfinden beide Frauen, die 1999 zu den ersten Bewohnerinnen gehörten, die hier eingezogen sind, als schwachen Trost. „Mein Balkon fehlt mir so sehr, ich kann weder Blumenkästen oder bepflanze Töpfe aufstellen und mich daran erfreuen – noch kann ich hier meine Wäsche trocknen“, macht Ruth Maasch ihrem Herzen Luft. Stattdessen bleibe ihr das Schlafzimmer zum Aufhängen der Wäsche. Solch ein Zustand habe mit Lebensqualität nichts zu tun. "Ich kann den angestauten Ärger der Bewohner verstehen", ist von Kathleen Schechowiak zu hören. Mit dlangen Leitung soll nun Schluss sein, versichert sie und kündigt für den kommenden Dienstagnachmittag um 14 Uhr eine Versammlung in der Wohnanlage an. Einwohner, Angehörige und Betreuer des Weißenfelser DRK-Kreisverbandes seien dazu eingeladen, um die anstehenden Baumaßnahmen ausführlich erläutert zu bekommen. "Wir informieren, wann es losgeht, wie lange es dauert und auch, warum überhaupt so viel Zeit vergehen musste", sagt Schechowiak. Die Aufträge an Unternehmen seien ausgelöst worden, damit das Vorhaben möglichst noch im März beginnen könne. Und voraussichtlich im Juni dieses Jahres sollen die neuen Balkone fertiggestellt sein, nennt die Geschäftsführerin die Zielstellung der Maßnahme. Für den Neuaufbau der Balkone und einen frischen Farbanstrich der Fassaden investiert die WVW rund 570 000 Euro. Für Rosa Lutz und Ruth Maasch ist das ein Lichtblick. Auch Barbara Zangenberg, beim DRK-Kreisverband Weißenfels verantwortlich für alle Anlagen des betreuten Wohnens, fällt ein Stein vom Herzen. "Die Stimmung in der Pfarrer-Schneider-Straße ist getrübt, denn die Balkone sind für die alten Menschen ganz wichtig", weiß Barbara Zangenberg aus vielen Gesprächen mit Bewohnern, ihren Verwandten und Betreuerinnen vor Ort. Dass sie mit Lärm- und Schmutzbelästigung rechnen müssten, sei ihnen klar, meinen Rosa Lutz und Ruth Maasch. Doch sie sehnen den Tag herbei, an dem es hoffentlich bald losgeht mit dem Bauen. "Hauptsache, es passiert endlich was, damit wir wieder auf den Balkon können", sagt Ruth Maasch.

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