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1995

1995Im Stadtteil Weißenfels-Nord zwischen Röntgenweg und Heuweg mit seinen 479 Wohnungen wird das Modernisierungsprogramm der WVW fortgesetzt. Das Kohleschleppen gehört der Vergangenheit an. Als eine besondere Herausforderung erweist sich die Sanierung des höchsten Gebäudes von Weißenfels, die Merseburger Straße 97. Viel Fingerspitzengefühl ist bei der Modernisierung notwendig, da hier vor allem ältere Menschen ihr Zuhause haben. Die Fassade wird ein Hingucker - dank des Mutes zur Farbe.

1994

1994Die Sanierung im Westen der Stadt macht Fortschritte. Für hunderte Weißenfelser verbessern sich die Wohnqualität und das Wohnumfeld. Weißenfels-West entwickelt sich zu einem bevorzugten Wohngebiet. Im neuen Glanz erstrahlen die Häuser in der Max-Lingner-Straße, Erich-Weinert-Straße, Thomas-Müntzer-Straße, Hanns-Eisler-Straße und im Brahmsweg.

1993

1993Die Liegenschaften von Weißenfels-West werden durch die Stadt in das Vermögen der WVW übertragen. Es beginnen die ersten Sanierungen durch den Einbau moderner Heizungsanlagen und die Erneuerungen der Ver- und Entsorgungsleitungen.

1991

1991Die Gesellschaft wird unter dem Namen Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH gegründet. Der Firmensitz ist in der Zeitzer Straße 4. Zunächst verwaltet die Gesellschaft den gesamten Wohnungsbestand der Stadt Weißenfels, die Alleingesellschafterin ist.

  • Presse

    Plötzlich eingezäunt Anwohner verstehen die Welt nicht mehr

    Von Jan Iven,

     

    Hans Trinkl

    Rentner Hans Trinkl aus der Weißenfelser Max-Lingner-Straße ärgert sich über den neuen Zaun vor seiner Wohnung. Foto: Michael Thomé

    Weißenfels -

    Die Vergleiche, die derzeit an der Max-Lingner-Straße gezogen werden, sind schon ziemlich drastisch. „Der Zaun ist der kleine Bruder der Berliner Mauer“, sagt Hans Trinkl verärgert. Und das ist noch eine der harmloseren Formulierungen, die der 77-jährige Rentner auf Lager hat. Denn in der vergangenen Woche wurde im Weißenfelser Westen ein neuer Zaun zwischen zwei Neubaublöcken errichtet. Die dazwischenliegende Grünfläche mit den Wäschetrocknern kann nun vom Block, in dem Trinkl wohnt, nicht mehr betreten werden.

    Doch das ist für den Rentner gar nicht das eigentliche Problem, da er die Wäschetrockner nicht nutzt. Ihm geht es vor allem um die Aussicht auf die grüne Metallkonstruktion. „Wenn ich in meiner Wohnung im Erdgeschoss aus dem Fenster schaue, blicke ich direkt auf diesen Zaun. Das sieht doch nicht gut aus“, schimpft Trinkl. Besonders ärgert ihn, dass er als Wohnungseigentümer überhaupt nicht offiziell über die Bauarbeiten informiert worden ist. „Als Eigentümer sollte ich doch ein bisschen mehr Mitsprache haben“, findet er.

    Wohnblöcke gehören unterschiedlichen Eigentümern

    Doch wieso wird an der Max-Lingner-Straße überhaupt ein Zaun auf einer Grünfläche errichtet? Zunächst einmal gehören die beiden äußerlich identischen Wohnblöcke zwei unterschiedlichen Eigentümern. So hat Hans Trinkl eine Eigentumswohnung in einem Block der kommunalen Gesellschaft Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels (WVW). Das gegenüberliegende Gebäude gehört hingegen der Wohnungsbaugenossenschaft Weißenfels (WBG).

    Die WBG hat nun den Zaun auf ihrem Grundstück errichtet. „Es geht uns einzig und allein um die Sicherheit unserer Bewohner“, erklärt WBG-Vorstand Martin Neumann auf Nachfrage der MZ wegen des neuen Zauns. Immer wieder würde den Mietern Blumenkübel und andere Dinge von den Balkonen im Erdgeschoss geklaut. „Mit dem Zaun wollen wir ganz klar zeigen, wo unsere Grundstücksgrenze verläuft“, sagt Martin Neumann. Dass die Bewohner der anderen Blöcke möglicherweise die Wäschetrockner mitbenutzen würden, hätte bei der Entscheidung hingegen überhaupt keine Rolle gespielt. „Wir wollen insgesamt die Sicherheit für unsere Bewohner erhöhen und haben teilweise auch schon neue Schließanlagen in einigen Kellern unserer Wohnungen eingebaut“, sagt Martin Neumann.

    Anwohnern können Argumente nicht nachvollziehen

    Rentner Hans Trinkl kann diese Argumente allerdings gar nicht nachvollziehen. „In der Nachbarschaft wird doch überhaupt nicht geklaut“, ist er überzeugt. An einen Streit wegen der Nutzung der Wäschetrockner glaubt er auch nicht. Denn die würden von den anderen Mietern kaum noch genutzt. Zumal: „Wir haben die Wäscheständer bei unserem Einzug in den 70er Jahren eigenhändig errichtet. Da kann man doch jetzt nicht sagen, dass wir die nicht mehr benutzen sollen“, sagt Hans Trinkl empört.

    Sein Nachbar Volker Kahlmeyer sieht das ähnlich. „Wir haben damals den Mutterboden für die Grünfläche herangeschafft. Deshalb finde ich es dreist, dass die uns so einen Zaun vor die Nase setzen“, sagt der 72-jährige Rentner. „Wir könnten auch einfach einen Zaun bauen und die Wege für die Nachbarn sperren, weil dort kein Wegerecht eingetragen ist. Aber das würde doch nur noch mehr Streit geben“, sagt Kahlmeyer.

    WVW sieht Zaun gelassen

    Bei der WVW, in deren Block die beiden Rentner wohnen, sieht man den Bau des Zauns hingegen gelassener. „Wenn die WBG auf ihrem Grundstück einen Zaun errichten möchte, dann kann sie das selbstverständlich machen“, sagt WVW-Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak. Gesprächsbedarf sehe sie deswegen nicht. Dass sich die Verhältnisse nach 40 Jahren auch einmal ändern können, hält sie nicht für ungewöhnlich.

    Allerdings signalisiert sie auch Entgegenkommen. „Wenn unsere Eigentümergemeinschaft mehrheitlich für den Bau eigener Wäschetrockner stimmt, können wir das veranlassen“, sagt sie. Allerdings ist der verbleibende Grünstreifen dafür wohl eher zu schmal.

    Hans Trinkl will sich mit dem neuen Zaun auf jeden Fall nicht abfinden. Er hat sich jetzt in einem Brief an Weißenfels Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) über das Bauwerk beschwert. Eine Antwort steht bisher noch aus.  (mz)

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