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Wohnungskündigung einer Mutter mit drei Kindern löst großes Echo aus

VON HEIKE RIEDEL
Die Nachricht über die Wohnungskündigung einer Mutter mit drei Kindern in Weißenfels hat eine große Diskussion hervorgerufen. Die betroffene Frau hat einen Anwalt eingeschaltet.

schluessel

WEISSENFELS. Der Beitrag vom 17. November zum Rausschmiss einer Mutter mit drei Kindern aus ihrer Wohnung im Weißenfelser Zentrum hat großes Echo ausgelöst. Auf Facebook wurde der Beitrag in 78 Kommentaren diskutiert. Zudem erreichten E-Mails und Anrufe die Redaktion.Die MZ hatte berichtet, dass eine junge Mutter mit Kindern im Alter von zwei, vier und sechs Jahren binnen drei Wochen ihre Wohnung räumen sollte, die sie erst am 1. Juni dieses Jahres bezogen hatte. Als Grund hatte der Vermieter angegeben, dass sich andere Mieter im Haus durch häufigen, teilweise bis in die Nachtstunden gehenden Lärm, belästigt fühlten. Auch soll es Sachbeschädigungen an Rollatoren gegeben haben. Dagegen verwahrt sich Frau K., die Mutter, sie sieht sich ungerecht behandelt.

Von den MZ-Lesern gab es verständnisvolle Bemerkungen dafür, dass es bei drei Kindern laut zugehen könne und dies kein Kündigungsgrund sein dürfe. Doch auf der anderen Seite meldeten sich Menschen zu Wort, die nachvollziehen können, dass andere Mieter sich von der Familie gestört fühlen und nicht bereit sind, dies hinzunehmen. Einige sprachen sich dafür aus, dass man aufeinander zugehen sollte, um derartige Probleme anders zu lösen als mit dem Umzug der Mutter und ihrer drei Kinder. Sie fanden es nicht gut, den Kindern ständig Veränderungen zuzumuten.

Vorwurf: Umgangsformen sollen fehlen

Auch mit Kindern müsse man sich an Regeln des Zusammenlebens in einem Mietshaus halten, äußerten Leser und bezogen das sowohl auf Lärm als auch auf Umgangsformen. Dabei meldeten sich Weißenfelser zu Wort, die angaben, die junge Mutter zu kennen. Deren Vorwurf: Ihr fehle es an den Umgangsformen. Sie beschreiben Frau K. als impulsiv, laut und uneinsichtig und zeigten Verständnis für den Rausschmiss. Man müsse nicht nur den ruhestörenden Lärm erwähnen, sondern auch das unangemessene Auftreten von Frau K. Trotz eines zunächst schnellen neuen Wohnungsangebotes wohnt Frau K. mit ihren drei Kindern und meist auch einem Lebensgefährten noch immer in der Wohnung.„Die Gründe für eine fristlose Kündigung müssen sehr schwerwiegend sein “, gibt Berit Monser vom Mieterbund Auskunft über die allgemeine Rechtslage. Eine Kündigungsfrist von drei Monaten sei ansonsten auch für einen Mieter mit so kurzer Mietzeit einzuräumen. Weil nach der Rechtsprechung normaler Kinderlärm geduldet werden müsse, gehöre die Lösung dieser Art Probleme selten zu denen, weswegen der Mieterbund tätig werde. Zudem hier auch Mieter gegen Mieter stehen.

Rat beim Rechtsanwalt geholt

Frau K. hat wegen der fristlosen Kündigung nicht den Mieterbund eingeschaltet, sondern sich Rat bei einem Weißenfelser Rechtsanwalt geholt. „Viele Kinder sind nicht zwangsläufig ein Mieterproblem“, stellt Kathleen Schechowiak, Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH fest. Bei ihr erkundigte sich die MZ zum praktischen Umgang mit solchen Problemen, wenngleich die WVW nicht Vermieter im Fall von Frau K. ist. Aber sie ist der größte Vermieter in der Stadt Weißenfels und vermietet in Mehrfamilienhäusern auch an Familien mit mehreren Kindern. Doch dort gebe es keine Probleme und anderswo auch selten welche wegen Lärms, den Mieter oder deren Kindern verursachen. „Wenn doch, dann hören wir uns zunächst beide Seiten an, verschaffen uns dazu ein Bild und versuchen zu vermitteln", sagt Schechowiak. In einem Fall habe man in einem hellhörigen Haus durch zusätzliche Dämmmaßnahmen helfen können, den Schall zu minimieren. Trotzdem komme es vereinzelt vor, dass einem Mieter von der WVW nach entsprechenden Abmahnungen auch gekündigt werde. Dann aber nicht wegen der Kinderzahl und normalen Kinderlärms. Da liege mehr vor und es konnte keine Einigung erzielt werden. „Jeder hat bei uns eine Chance“, betont die WVW-Geschäftsführerin.(mz)

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